Das Modulzertifikat Internationalisierung

Andres Hub, DAAD

Warum bietet die iDA das Modulzertifikat an?

Die Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung hat Auswirkungen auf alle Bereiche der Hochschulen. Die iDA deckt nicht nur den Bedarf an Fortbildungen, der sich in der Folge ergibt. Sie möchte auch dazu beitragen, dass die Weiterqualifizierung eine positive Wirkung auf die Personalentwicklung und auf die individuellen Karrierechancen hat. Aus diesem Grund haben wir in Zusammenarbeit mit der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften (DUV Speyer) das Modulzertifikat Internationalisierung entwickelt.

Was ist das Modulzertifikat Internationalisierung?

Dieses Zertifikat ist ein Hochschulzertifikat, das in entsprechenden Studiengängen mit 7 ECTS angerechnet werden kann (z. B. Masterstudiengang „Wissenschaftsmanagement“ an der Universität Speyer). Es bestätigt darüber hinaus, dass Kompetenzen erworben wurden, die für die Entwicklung von strategischen Vorgaben und die Begleitung von Internationalisierungsprozessen in Wissenschaft und Forschung relevant sind.

Wissenswertes rund um das Zertifikat:

  1. Inhalte
  2. Lernziele
  3. Leistungen für den Erwerb des Zertifikats
  4. Verfahren
  5. Modulprüfung
  6. Kosten
  7. Termin

In Abstimmung mit der DUV Speyer wurden folgende Inhalte und Lernziele festgelegt.

1. Inhalte:

  • Zentrale Dimensionen der Internationalisierung von Wissenschaft, Wissenschafts- und Hochschuleinrichtungen sowie empirische Diagnosen
  • Formen und Institutionen der Förderung, Finanzierung und Analyse von Internationalisierungsprozessen
  • Rechtlich-finanzielle sowie institutionelle Rahmenbedingungen von Partnerschaften mit anderen Wissenschaftseinrichtungen im Ausland

2. Lernziele:

  • Die Teilnehmenden kennen zentrale empirische Parameter und Kategorien der Internationalisierung der Wissenschaft und der Wissenschaftseinrichtungen.
  • Sie sind mit Strategien und der Agenda wichtiger politischer Akteure und Fördereinrichtungen zur Internationalisierung vertraut und können diese zu den Profildaten und strategischen Vorgaben von Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen in Beziehung setzen.
  • Sie verstehen es, operative Zielvorgaben, Instrumente und Kennzahlen der Internationalisierung im institutionellen Kontext selbst zu entwickeln.
  • Die Teilnehmenden kennen unterschiedliche Formate und wichtige rechtliche Rahmenbedingungen von institutionellen Partnerschaften mit Einrichtungen im Ausland.

3. Leistungen für den Erwerb des Zertifikats

Für den Erwerb des Modulzertifikats Internationalisierung müssen drei iDA-Kurse absolviert werden. Bestimmte Kurse ab 2013 können angerechnet werden.
Verpflichtend ist der Kurs „Einführung in die Internationalisierung für Wissenschaftsmanagerinnen und Wissenschaftsmanager“ (früher "Internationalisierung von A-Z“) (Kurs 40 im Jahresprogramm 2019 der iDA). Die beiden weiteren Kurse müssen aus unterschiedlichen Themenbereichen der iDA gewählt sein.

Für Mitarbeiter/innen aus den Akademischen Auslandsämtern/International Offices, die bereits über Erfahrungen mit den Programmen der Förderorganisationen verfügen, ist die Teilnahme am Kurs „Einführung in die Internationalisierung für Wissenschaftsmanagerinnen und Wissenschaftsmanager“ nicht obligatorisch. In diesem Fall können alle drei Kurse frei gewählt werden, diese müssen jedoch aus den unterschiedlichen Themenbereichen der iDA sein.

Folgende Kurse ab 2013 können dabei angerechnet werden:

Zusätzlich muss eine Modulprüfung absolviert werden. Dafür gibt es zwei Alternativen: 

- Die Erstellung eines Lernportfolios oder

- einer Hausarbeit zu einem selbst gewählten Internationalisierungsthema. Das Thema kann einen direkten Bezug zur eigenen Praxis haben (s. Punkt 5).

4. Verfahren

Beratung bezüglich des Modulzertifikats erfolgt vor der Anmeldung durch die iDA und nach Zulassung zur Modulprüfung durch einen Lehrenden der DUV Speyer. Interessierte, die das Modulzertifikat erwerben wollen, melden sich bei der iDA. Diese prüft, ob die bereits belegten iDA-Seminare den Vorgaben der DUV entsprechen. Die iDA leitet die relevanten Daten an die DUV Speyer weiter, diese entscheidet über die Zulassung zur Modulprüfung.

Nach Anmeldung und Zulassung für die Modulprüfung erhalten die Teilnehmenden über das Learning Management System (LMS) Olat einen persönlichen Zugang zu dem Vertiefungsmodul "Internationalisierung". Hier können sämtliche Unterlagen des Moduls eingesehen werden.

Das Modulzertifikat wird nach bestandender Modulprüfung durch die DUV Speyer ausgestellt. Das Modulzertifikat kann in dem Masterstudiengang M.P.A. Wissenschaftsmanagement gemäß der Prüfungsordnung als Studienleistung anerkannt werden.

5. Modulprüfung

Um das Modulzertifikat zu erhalten muss eine Modulprüfung abgelegt werden. Die Teilnehmenden können dabei entweder ein Lerntagebuch oder eine Hausarbeit zu einem selbst gewählten Internationalisierungsthema verfassen.

Die Bewertung der Modulprüfung erfolgt in der Regel gemeinsam durch einen Hochschullehrenden der DUV und einen der DAAD-Mitarbeitenden, die im Masterstudiengang „Wissenschaftsmanagement“ als Lehrbeauftragte der DUV tätig sind. Art, Umfang und Wiederholungsmöglichkeiten der Modulprüfung richtet sich nach der Prüfungsordnung des M.P.A. Wissenschaftsmanagement.

5.1. Lerntagebuch

Das Lerntagebuch umfasst mindestens zehn Seiten. Es enthält einleitende Angaben zu Motivation und Zielen des Lernenden. Darunter versteht sich auch die Begründung für die Auswahl der belegten iDA-Seminare und eine Einschätzung, inwiefern sie zur Zielerreichung dienen. Anschließend wird jedes der belegten Seminare kurz zusammengefasst und im Hinblick darauf bewertet, ob es den Erwartungen entsprochen hat bzw. ob andere, unerwartete Fragen aufgetaucht sind, die zu einer Modifizierung der Zielsetzung führen. Abschließend wird bewertet, inwiefern die Ausgangsziele erreicht wurden und welche Möglichkeiten sich für den Transfer in die Praxis ergeben.

5.2. Hausarbeit

Das Thema für die Hausarbeit kann frei gewählt werden. Diese kann einen deutlichen Bezug zum eigenen Berufsalltag aufweisen. Gleichermaßen ist aber auch eine theoretische Arbeit denkbar, falls dies den Interessen des oder der Teilnehmenden entspricht. In beiden Fällen sollte die Ausgangslage (bei theoretischen Arbeiten der aktuelle Stand der Forschung bzw. Diskussion) dargestellt und daraus die Fragestellung abgeleitet werden. Das Thema wird zunächst mit der iDA abgestimmt und anschließend der DUV vorgeschlagen.

Die Hausarbeit bzw. das Lernportfolio werden bewertet.

6. Kosten

Für die Teilnahme an den iDA-Seminaren werden die im Jahresprogramm angegebenen Teilnahmegebühren erhoben. Zusätzlich erhebt die DUV Speyer eine Verwaltungsgebühr von 300,00 Euro, die bei der offiziellen Anmeldung zum Zertifikat zu entrichten ist.

7. Termin

Die Modulprüfung kann fortlaufend abgelegt werden.