Train-the-Trainer: Trainer/in zur interkulturellen Qualifizierung an Hochschulen

Michael Jordan, DAAD

Ab 2019 bietet die iDA in Kooperation mit der Freien Universität Berlin eine Ausbildung zum/zur Trainer/in für interkulturelle Qualifizierung an Hochschulen an.

Der Umgang mit kultureller Diversität gehört zunehmend zum Hochschulalltag und Angebote zur Qualifizierung für interkulturelle Kommunikation haben sich vielerorts etabliert. Entsprechend wächst der Bedarf an ausgebildeten, auf den Hochschulkontext spezialisierten Trainer/innen. Die Train-the-Trainer-Fortbildung greift dies auf und soll Kompetenzen vermitteln,  interkulturelle Qualifizierungsangebote für  Hochschulen zu entwickeln und durchzuführen.
Im Zentrum stehen interaktive Verfahren für den Austausch und die Reflexion interkultureller Erfahrungen. Durch das praktische Erproben von Methoden in Verbindung mit Theorien aus dem Fachgebiet der Interkulturellen Kommunikation eignen sich die Teilnehmenden Werkzeuge zur Erkundung interkultureller Kommunikation an. Zudem erarbeiteten sie sich ein Repertoire an Modellen und Methoden zur Gestaltung interkultureller Trainings. Darüber hinaus werden Perspektiven für die Konzeption alternativer Formate entwickelt, wie z.B. kollegiale Fallberatung, Lehrveranstaltungen in internationalen Studiengängen, interkultureller Erfahrungsaustausch etc.
Das Einzigartige der Fortbildung ist ihr eindeutiger Bezug zum Hochschulkontext durch authentische Fallbeispiele und Verfahren, die den spezifischen interkulturellen Herausforderungen dieses institutionellen Felds Rechnung tragen.

Modul 1: Donnerstag 2.-Samstag, 4. Mai 2019, Berlin

Wodurch zeichnen sich interkulturelle Qualifizierungsangebote
aus? Welche Bedingungen braucht es, wie ist der Rahmen zu
gestalten, damit Seminare, Workshops oder Trainings zur Interkulturalität
ihre gewünschte Wirkung entfalten können? Das Einführungsmodul
vermittelt einen ersten inhaltlichen und methodischen
Einblick sowie einen Überblick über die zentralen Anforderungen und Schritte, die für die Konzeption und Umsetzung von interkulturellen
Qualifizierungsangeboten an Hochschulen notwendig sind.

Modul 2: Donerstag, 27.-Samstag, 29. Juni 2019, Berlin

Nachdem die institutionellen Rahmenbedingungen im ersten
Modul geklärt wurden, geht es nun um die inhaltlich-konzeptionelle
Gestaltung von Bausteinen für Veranstaltungen zur Interkulturalität.
Auf Basis einer kritischen Auseinandersetzung mit
Kulturkonzepten, Kulturdimensionen und Kulturstandards wird
die Methode der Critical Incidents zur Erkundung interkultureller
Herausforderungen genutzt. Mit diesem neuen Wissen werden
erste Trainingsbausteine entwickelt und in praktischen Übungen
mit Feedback im geschützten Rahmen des Workshops erprobt.

Modul 3: Donnestag, 12.-Samstag, 14. September 2019, Bonn

Aufbauend auf den bisher erarbeiteten Konzeptbausteinen heißt es nun, das Methodenrepertoire zu erweitern. Zur Erkundung der Dynamik interkultureller Kommunikation und von Wahrnehmungsprozessen in Kulturkontaktsituationen werden Rollenspiele, Simulationen und Critital Incidents konkret erprobt und auf ihre geeigneten Einsatzmöglichkeiten und Grenzen hin reflektiert.

Modul 4: Donnerstag, 7.-Samstag, 9. November 2019, Berlin

Die bisher vermittelten Inhalte und Methoden werden abschließend dazu genutzt, ein Gesamtkonzept für ausgewählte Zielgruppen zu entwerfen. Darüberhinaus geht es um die Frage, wie sich interkulturelles Lernen durch Verfahren der Trainingsmoderation unterstützen lässt. Der professionelle Umgang mit Lernwiderständen und Hindernissen bei der Umsetzung interkultureller Angebote wird reflektiert, um geeignete handlungsorientierte, kommunikative Methoden zu entwickeln.

Zuletzt werden Optionen der Qualitätssicherung von Trainings erarbeitet, um das eigene Handeln als Trainer/in oder Programmverantwortliche/r zu evaluieren und professionell weiter zu entwickeln.

Die Anmeldung erfolgt über die Anmeldemaske der FU Berlin. Sie können sich sowohl für einzelne Module, als auch für das gesamte Training anmelden. Bitte beachten Sie beider Anmeldung für einzelne Module, dass diese nur aufeinander aufbauend besucht werden können.

Zur Anmeldung

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Natalia Jaufmann jaufmann[at]daad[punkt]de