Bericht: Hochschulpolitische Informationsreise HAW.International

Erste hochschulpolitische Informationsreise HAW.International 2020 nach Mexiko - ein voller Erfolg

Das neue Format einer Informationsreise für Leitungen von Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Fachhochschulen wurde sehr gut angenommen.

Die Internationale DAAD-Akademie (iDA) hat zusammen mit der DAAD-Außenstelle Mexiko-Stadt vom 1. bis 7. März die erste hochschulpolitische Informationsreise im Rahmen des seit 2019 laufenden iDA-Sonderprogramms HAW.International durchgeführt. Dieses Fortbildungsformat möchte gezielt  Hochschulleitungen von Hochschulen angewandter Wissenschaften (HAW) ansprechen und aktiv für Internationalisierung begeistern, indem nicht nur Informationen zu einem Land mit seinem Hochschulsystem und möglichen Partnern geliefert, sondern auch vor Ort Kontakte geknüpft und Institutionen besucht werden. Besondere Schwerpunkte bei der hochschulpolitischen Reise HAW.International sind außerdem den ausländischen Partnern Informationen zum deutschen HAW-System vorzustellen, sowie mögliche Anknüpfungspunkte an Praxispartner im Land aufzuzeigen.

Als Reiseziel 2020 wurde Mexiko gewählt, da hier zum einen bereits gute Verbindungen zu Institutionen und Erfahrungen in der Hochschulkooperation bestehen. Zum anderen bietet Mexiko bei über 4.000 Hochschulen ein enormes Potenzial für den weiteren Ausbau der Kooperationen – aufgrund der starken Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Mexiko gerade auch für die praxisorientierten HAW.

Um Mexiko und seine Hochschullandschaft mit Hinblick auf Kooperationspotenziale besser kennenzulernen, folgten Anfang März 17 Leitungen deutscher HAW der Einladung zur Teilnahme durch Generalsekretärin Dr. Dorothea Rüland. Der Zeitpunkt hätte im Nachhinein nicht besser gewählt werden können, da die Durchführung der Reise noch ohne Einschränkungen durch Covid-19 möglich war.

Das Team der DAAD-Außenstelle Mexiko-Stadt scheute unter der Leitung von Dr. Katharina Fleckenstein keine Mühen, um ein Programm zusammenzustellen und logistisch umzusetzen, das durchweg großen Anklang fand. „Die Rückmeldung und Wertschätzung auf mexikanischer Seite war seit unseren ersten Anfragen enorm“, wie Dr. Fleckenstein berichtete, „und dass dies sich auch durch Empfänge bei Universitätsrektoren und Einladungen von Staatsministern aktiv zeigen lässt, freut uns besonders!“. Die Delegationsleitung übernahm der stellvertretende Generalsekretär des DAAD Christian Müller – auch für ihn war es die erste Reise nach Mexiko: „Die Herzlichkeit, mit der wir empfangen wurden, und die Vielfalt des Landes wie auch der Hochschullandschaft fand ich sehr beeindruckend“, so Herr Müller.

Als Auftakt konnten die Reiseteilnehmerinnen und -teilnehmer im Rahmen eines fakultativen Kulturprogramms einen ersten Eindruck von der beachtlichen Geschichte Mexikos und dem Geschehen im Land erhalten. Die Delegation verbrachte zunächst drei Tage in der Millionenmetropole Mexiko-Stadt mit einführenden Vorträgen und Begrüßungen durch Würdenträger wie den deutschen Botschafter Peter Tempel und Vertretern des mexikanischen Außen- und Bildungsministeriums. Auch Hochschulbesuche und ein Matchmaking-Event standen auf dem Programm: mit Hochschulvertretern aus ganz Mexiko knüpfte die deutsche Delegation ihre ersten Kontakte.

Durch die Dimensionen Mexikos konzentrierte sich die Weiterreise der Delegation auf das zentrale Hochland nördlich von Mexiko-Stadt: Querétaro und San Luis Potosí. Hier zeigten sich die Universitäten der beiden Bundesstaaten höchst interessiert und auch Vertreter der Bildungs- und Wirtschaftspolitik nahmen sich Zeit zur Begrüßung der deutschen Delegation. Neben Empfängen und informativen Vorträgen blieb bei Matchmaking-Workshops und Diskussionsrunden mit Hochschul- wie Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter genügend Zeit zum Austausch. Die Gastgeber, Universidad Tecnológica de Querétaro (UTEQ) sowie Universidad Autónoma San Luis Potosí (UASLP), beeindruckten die Delegation mit Campusführungen und Einblicken in die Kultur der jeweiligen Regionen. Der letzte Tag der Reise brachte mit einem Campusbesuch des Instituto Tecnológico de Estudios Superiores de Monterrey und eines neu eröffneten Automobil-Werks als ein Beispiel für die wirtschaftliche Bedeutung der Region weitere spannende Einblicke. Beim offiziellen Abschluss zurück in Mexiko-Stadt war die Motivation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach einer anstrengenden, aber erfolgreichen Woche in Mexiko groß, die vielen entstandenen Kontakte sinnvoll weiterzuführen.