Train-the-Trainer: Trainer/in für interkulturelle Qualifizierung an Hochschulen - April bis November 2020 - 4 Module

Auf einen Blick

Der Umgang mit kultureller Diversität gehört zunehmend zum Hochschulalltag und Angebote zur Qualifizierung für interkulturelle Kommunikation haben sich vielerorts etabliert. Entsprechend wächst der Bedarf an ausgebildeten, auf den Hochschulkontext spezialisierten Trainer/innen. Die Train-the-Trainer-Fortbildung greift dies auf und soll Kompetenzen vermitteln, interkulturelle Qualifizierungsangebote für Hochschulen zu entwickeln und durchzuführen.

Im Zentrum stehen interaktive Verfahren für den Aus-tausch und die Reflexion interkultureller Erfahrungen. Durch das praktische Erproben von Methoden in Verbindung mit Theorien aus dem Fachgebiet der Interkulturellen Kommunikation eignen sich die Teilnehmenden Werkzeuge zur Erkundung interkultureller Kommunikation an. Zudem erarbeiteten sie sich ein Repertoire an Modellen und Methoden zur Gestaltung interkultureller Trainings. Darüber hinaus werden Perspektiven für die Konzeption alternativer Formate entwickelt, wie z.B. kollegiale Fallberatung, Lehrveranstaltungen in internationalen Studiengängen, interkultureller Erfahrungsaustausch etc.

Das Einzigartige der Fortbildung ist ihr eindeutiger Bezug zum Hochschulkontext durch authentische Fallbeispiele und Verfahren, die den spezifischen interkulturellen Herausforderungen dieses institutionellen Felds Rechnung tragen.


Modul 1: Donnerstag 2. - Samstag, 4. April 2020, Bonn
Den Rahmen einbeziehen und gestalten. Implementierung interkultureller Qualifizierungsangebote an Hochschulen
Wodurch zeichnen sich interkulturelle Qualifizierungsangebote aus? Welche Bedingungen braucht es, wie ist der Rahmen zu gestalten, damit Seminare, Workshops oder Trainings zur Interkulturalität ihre gewünschte Wirkung entfalten können? Das Einführungsmodul vermittelt einen ersten inhaltlichen und methodischen Einblick sowie einen Überblick über die zentralen Anforderungen und Schritte, die für die Konzeption und Umsetzung von interkulturellen Qualifizierungsangeboten an Hochschulen notwendig sind.

Modul 2: Donnerstag, 04. - Samstag, 06. Juni 2020, Berlin
Trainingskonzepte entwickeln, Erkundung kultureller Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Nachdem die institutionellen Rahmenbedingungen im ersten Modul geklärt wurden, geht es nun um die inhaltlich-konzeptionelle Gestaltung von Bausteinen
für Veranstaltungen zur Interkulturalität. Auf Basis einer kritischen Auseinandersetzung mit Kulturkonzepten, Kulturdimensionen und Kulturstandards wird die Methode der Critical Incidents zur Erkundung interkultureller Herausforderungen genutzt. Mit diesem neuen Wissen werden erste Trainingsbausteine entwickelt und in praktischen Übungen mit Feedback im geschützten Rahmen des Workshops erprobt.


Modul 3: Donnerstag, 01. - Samstag, 03.Oktober 2020, Berlin
Methodenrepertoire erweitern:
Erkundung der Dynamik interkultureller Kommunikation


Aufbauend auf den bisher erarbeiteten Konzeptbausteinen heißt es nun, das Methodenrepertoire zu erweitern. Zur Erkundung der Dynamik interkultureller Kommunikation und von Wahrnehmungsprozessen in Kulturkontaktsituationen
werden Rollenspiele, Simulationen und Critital Incidents konkret erprobt und auf ihre geeigneten Einsatzmöglichkeiten und Grenzen hin reflektiert.

Modul 4: Donnerstag, 26. - Samstag, 28. November 2020, Berlin
: Schwierige Trainingssituationen professionell gestalten und Trainings Auswerten

Die bisher vermittelten Inhalte und Methoden werden abschließend dazu genutzt, ein Gesamtkonzept für ausgewählte Zielgruppen zu entwerfen. Darüber hinaus geht es um die Frage, wie sich interkulturelles Lernen durch Verfahren der Trainingsmoderation unterstützen lässt. Der professionelle Umgang mit Lernwiderständen und Hindernissen bei der Umsetzung interkultureller Angebote wird reflektiert, um geeignete handlungsorientierte, kommunikative Methoden zu entwickeln.

Zuletzt werden Optionen der Qualitätssicherung von Trainings erarbeitet, um das eigene Handeln als Trainer/in oder Programmverantwortliche/r zu evaluieren und professionell weiter zu entwickeln.


Kontaktperson: Ursula Bazoune, E-Mail: Bazoune[at]daad.de

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